Murmillo-Archiv

Donnerstag, 7. April 2016

OVIDIUS: AMORES I, 14, 31-44 : FORMOSAE PERIERE COMAE

31-38  :=Die schönen Haare sind "zugrunde gegangen"=dahin; futsch!-Apoll und Bacchus hätten gern solches Haar gehabt-Vergleich mit dem Haar der von Apelles gemalten Venus, wie sie gerade vom Meer geboren wird und ihr nasses Haar in Händen hält (very erotic!)-Einschnitt: doch jetzt ist es "too late!"-Sie hat den Schaden selber verschuldet-sie ist eine Närrin-was trauerst du vor dem Spiegel um verblichene Schönheit-schau dich nicht mit dem Blick an, der dich kannte (du mußt dich jetzt anders ansehen)-vergiß, wie es war, wenn du dir noch gefallen willst: debes immemor esse tui=du mußt deiner uneingedenk sein!
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Harte Worte-aber berechtigt.
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39-44 : Die Vorwürfe werden noch dadurch gesteigert, daß sie weder von der Nebenbuhlerin mit Kräutern noch von einer thrakischen Hexe verzaubert wurde (was ihr Verhalten entschuldigen würde, nein, sie ist sehenden Auges in ihr Unglück gelaufen!)-auch keine Krankheit schadete ihr (doch, denn sie hat gewiß aus inneren Gründen an sich herumpfuschen lassen)-Neider fallen als Grund auch aus-die Sache ist so schlimm, da du es selbst getan hast!-du hast dein Haar "vergiftet": ipsa dabas capiti mixta venena tuo=du selbst gabst deinem Haupt vermischte Gifte! (also Gift, das du selber angerührt hast)
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decurio

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